Schaefchn
Through clouds of doubts

Schreibt man einen Eintrag in einer Sprache, von der man weiss, dass die Mehrheit der Leser sie nicht beherrscht, kann da das Ziel ein anderes sein, als dass der Text nicht verstanden werden soll? Nein.
Manchmal geht es einem einfach ziemlich mies und ich möchte ja gern davon berichten, aber nicht auf eine Weise, auf die andere Leute sich Sorgen machen. Heute hat man ein Problem, morgen sieht es vielleicht schon wieder ganz anders aus, aber dann meldet man sich eine Zeit lang nicht und denkt selbst gar nicht dran, was man geschrieben hat und andere lässt das nicht los. Deswegen hab ichs gestern einfach auf Schwedisch geschrieben. Zumindest einige sollten den Wortlaut trotzdem verstehen...
Aber genug davon.
Gestern war ein guter Tag... Chor war anstrengend, wieso muessen denn Weihnachtslieder unbedingt so hoch sein?! Und ich mal wieder als einziger Sopran, weil die andern beiden nicht gekommen sind... toooll... Aber dafuer konnt ich ein bisschen mit dem neuen Mädchen im Chor reden, was ich letzte Woche kennengelernt habe und mit ihr und Cherilyn zu Mittag gegessen. War sogar so mutig, nach ihrem msn zu fragen und sie hat mir sogar ihre Adresse auch gegeben *stolz*. Danach war ich mit Cherilyn fika in so nem kleinen Caffée im Centrum und da haben wir uns son bisschen unterhalten. Das war ganz cool, besonders, als Cherilyn lernen wollte, auf deutsch zu zählen und statt "eins, zwei" immer "ein Schwein" gesagt hat. Das war so dermassen lustig, zumal Cherilyn nicht wusste, was ein Schwein eigentlich ist! Als ich es dann erklärt hatte, wollte sie wissen, was "Jag är" heisst und als ich das gesagt hatte konnte sie auch einen ganz tollen Satz daraus bauen:
Ich bin ein Schwein.
Konnt mich echt nicht mehr halten, obwohl man ja nicht lachen soll, wenn ein Ausländer versucht die eigene Sprache zu sprechen. "Ich liebe dich" (ok es war eher "isch liebedisch") konnte sie dann auch und "verdammte Sche**se hab ich ihr auch beigebracht. Ja, ok, das ist nicht so feines deutsch, aber das sind die 3 Sätze, die man doch wohl am meisten anwendet, eller hur?
Danach hatte ich schwedisch und danach schwedisch. Klingt schön was? Erst eben bei sfi und dann "richtigen" Schwedischunterricht. Das war schon in Ordnung, wir behandeln jetzt Mittelalter und haben da einen Film ueber den bekanntesten (oder einzigen) grossen Schriftsteller des Mittelalters geguckt. Na, wer ist das, mhm?
Dante Alighieri, das wusstet ihr natuerlich!
Der Film war auch ganz interessant, nur sind meine Gedanken bei den schönen Bildern aus Italien irgendwie ständig abgeschweift, weil ich darauf gekommen bin, dass ich gerne einen Sommer lang in Italien oder Frankreich bei der Weinernte helfen will. Das wär cool. Ich hab nämlich beschlossen, nicht gleich nach dem Abitur zu studieren. Man sollte erst mit ein bisschen verschiedenen Sachen arbeiten und sich wirklich festlegen, was das richtige ist. Ausserdem kann ich mich ja doch nicht entscheiden, ob ich Psychologie, Literatur oder Deutsch und Englisch auf Lehramt studieren will.
Ja und dann musste ich irgendwie noch daran denken, dass ich, als ich mit Cherilyn beim Videoverleih war "A lot like Love" gesehen hab und dann musste ich automatisch dran denken, wie ich den mit Anka angeguckt hab, am vorletzten Abend vor meiner Abreise. Der deutsche Titel lautet uebrigens "Sowas wie Liebe" und ich kann mich heute noch daruebr totlachen, wie lustig es war, als Anka, um ihrer Unkenntnis ueber die Existenz des Filmes Ausdruck zu verleihen, meinte: "Ich wusste gar nicht, dass es sowas wie Liebe gibt." Doch, doch, sowas solls geben... XD Es kam einfach so richtig gut...
Ja, aber ich hab trotzdem einiges vom Film mitbekommen und den Höllenqualen, die Dante in seinem Werk "La Comedia" beschreibt. Stell dir mal vor, du muesstest nackt in einem harten Regen aus giftigen, eiskalten Tropfen liegen - ohne Chance zur Flucht. Eine Minute muss grauenhaft sein, aber fuer die Ewigkeit? Lieber keine Totsuenden begehn, wuerd ich mal sagen. Wobei Neid ist ja auch schon eine Totsuende, oder?
Am Nachmittag war ich dann bei Cherilyn und wir haben den Schulkatalog durchgeblättert und "Yours, mine & ours" geguckt. Das anschauen des Schulkatalogs war echt hardcore, weil Cherilyn kaum was anderes als "hässlich, hässlich, ok nicht ganz so hässlich, hässlich, ein bisschen suess, hässlich" gesagt hat. Man, man... Aber wenn man mit so jemandem zusammen sowas anguckt, kann man auch unbekuemmert sagen, dass jemand anders gut aussieht, solange er nicht den Mund aufmacht oder ein anderer aparte Ähnlichkeit mit der Giraffe aus "Madagaskar" hat... Ich glaube, ich werde hier noch richtig fies... Aber andererseits... Ich werde eher netter, weil ich oft mit Leuten zusammen bin, die fies sind.
Es war jedenfalls schön. Ich weiss, ich habe mich erst noch so ueber Cherilyn aufgeregt und wirke jetzt wohl ziemlich heuchlerisch, aber so ist es eben gerade. Vllt beschäftigt sie sich auch nur mit mir, weil Linda krank ist, aber man muss es positiv sehen; So habe ich die Chance zu beweisen, dass meine Gesellschaft wertvoll ist.
Was gibts mehr? Heute ist mein Elevsamtal. Das wird sicher lustig. Und morgen schreibe ich Språkkunskapsprov. Da hab ich vielleicht mal Angst vor. Sprachwissenschaften sind höllisch interessant aber auch unglaublich schwer zu lernen...
Das wars... Mir gehts gut, wir werden sehen, wie es weiter geht.
22.11.06 12:18


La solitude

Eigentlich weiss ich nicht, was ich erzählen soll.

Allt är som vanlig... hopplös... Man vaknar med känslor att den här dagen blir bättre men med tiden försvinner tro. Vad konstigt när jag tänker på vad jag hade för problem i Tyskland... Ingen kille, för många läxor, för mycket jobb, allt var bara tråkigt. Löjlig. Obetydlig. Vad dum jag var. Jag hade allt, allt jag behövde - en underbar familj, fantastiska vänner och en TV! Jag saknar så mycket men samtidigt har jag också hittat så många saker. Gjort så många erfarenheter. Skulle jag har stannat i Tyskland skulle jag aldrig har visst hur bra jag hade det. Jag är faktiskt tacksam... För allt... Jag gillar min utbytesfamilj och min skola men det är något jag saknar mäst. En känsla. Känslan hur det känns när man verkligen vet att det finns någon där. Någon som tar hand om dig, som hjälper dig när du behöver det. Någon som ser dina tårar och din smärta utan att du måste visa eller säga något. Någon som kramar dig - utan ord, bara håller. Någon som förstår dig.
Jag vill jo bara känna att jag betyder något för någon här. Att någon bryr sig om mig. Det är allt... Då skulle jag vara nöjd. Ensamhet är en fruktansvärd känsla och jag är så himmla trött på det.


Eine der sichersten Methoden, dass sich niemand Sorgen machen muss, ist den Text zu verschluesseln... Gut, jetzt könnte ihn jemand aus meiner Gastfamilie verstehen, aber die lesen hier sicher nicht...
Na ja, das wars auch schon... Vllt versteht ihr ja was davon...
20.11.06 20:37


Die magische 3

Eigentlich hätte ich diesen Eintrag gestern schreiben sollen, aber ich bin nicht dazu gekommen und gestern sah die Welt auch noch etwas anders aus, also wäre es ohnehin nicht gleich geworden.
Gestern war der 7.11.2006. Sagt das jemandem etwas? Nein? Dann helfe ich mal etwas; am 7.8.2006 (genau 3 Monate vorher) stand nämlich ein kleines Mädchen mit einem riesen Koffer am hannoverschen Flughafen und war mit grossen Hoffnungen bereit, endlich ihren grossen Traum anzutreten.
Nun, was hat sich seit diesem Tag verändert? Eigentlich alles, aber eines ist immer noch der Fall; Ich bin noch immer bereit meinen Traum anzutreten, denn bis jetzt war es mehr uebles Erwachen.
Nun, jedenfalls hatte ich gestern wirklich einen schönen Tag und hab von meiner Gastfamilie sogar ein Geschenk und 2 Havrebollar (Erklärung folgt) bekommen. Das Geschenk war ein suesser, langer Pyjama, den ich auch echt brauche, so kalt, wie es jetzt wird. Und havrebollar sind meine absoluten Lieblingsbackstuecke oder wie ich das nennen soll. Die bestehen aus Kakao, gemalenen Haverflocken, Zucker, Fett, Kaffee und sonst noch irgendwelchen Sachen, die jetzt vllt etwas wiederlich klingen aber in der Komposition wirklich unbeschreiblich lecker sind. Wenn man fertig mit dem Teig ist werden die auch noch in Kokosflocken gewälzt, was eine ziemlich schmierige Arbeit ist, kann ich aus Erfahrung sagen!
So oft ich mich nach Hause sehne, aber in einer Sache tut ihr mir echt Leid in Deutschland: Keine Havrebollar und kein Pågen (ein spezielles Brot, was unglaublich gut schmeckt!).

Wie gesagt, der Tag gestern war gut.
Heute dafuer umso weniger. Bittere Erkenntnisse á mass! Ich wusste ja schon länger, dass das (wie soll man es nennen? "Freundschaft" wäre zu hoch gegriffen, aber wir waren mehr als Bekannte) mit Cherilyn nicht fuer die Ewigkeit bestimmt ist, aber heute hat sie mich wirklich geschockt. Wir (C., Linda und ich) sassen im Essenssaal am Tisch und da sind am Fenster zwei Behinderte langgegangen - ein Mann und eine Frau. Auf meiner Schule gibt es ziemlich viele Behinderte, ich weiss auch nicht, ob die hier Unterricht haben oder so, ich seh sie immer nur beim Essen. Ja, jedenfalls meinte Linda dann "Ach, die schon wieder" und ich: "Was ist mit denen?" "Die sind zusammen, wusstest du das?", hat Cherilyn dann gefragt. "Nee, wusste ich nicht, aber das ist doch voll suess!" "WA?! Suess? Wir haben die vorhin gesehen, wie die sich gekuesst haben, voll wiederlich!" Und ich bloss OO"!
Hab dann gefragt, ob sie es immer ekelhaft finden, wenn sich wer kuesst oder nur bei Behinderten und die so "Weiss nicht..."
Also wenn es eine Sache gibt, die ich hasse, dann ist es Intoleranz! Woah hat mich das aufgeregt, ich bin jetzt noch sauer. Die können ja nun echt nichts dafuer, dass sie behindert sind und es ist doch wohl einfach schön fuer die beiden, dass sie sich gefunden haben!
So sehr ich am Anfang fand, dass Cherilyn genau das ist, wonach ich gesucht habe, so sehe ich jetzt nur alle Eigenschaften in ihr vereint, die ich verabscheue.
Wenn man nicht gerad in irgendwen verliebt ist, ist man sowieso uninteressant und jaa... Ich kann nicht mit jemandem befreundet sein, dessen Leben sich nur um Jungs und irrelevante Sachen dreht, der nicht weiss, wieso er in das Programm geht, in das er geht oder was er mit seinem Leben anfangen will. Der fuer nichts einen wirklichen Grund hat und einfach manchmal nur dumm ist. Ich weiss, das klingt hart und ich sollte sowas vllt nicht sagen, aber es ist die verdammte Wahrheit.
Und Linda ist ganz genau so. Ich hab gestern bestimmt eine halbe Stunde gebraucht, um ihr zu erklären, wie man die Neutronenzahl ausrechnet und ja... Das war echt schon nicht mehr schön. Ich gebe mal ein Beispiel.

Angenommen Barrium hat 143 Neutronen + Protonen und 56 Protonen, dann lässt sich folgende Gleichung aufstellen:

143 = 56 + X
X = ?
X = 143 - 56 = 87

So, und um das etwas zu vereinfachen, habe ich als Exempel leichtere Zahlen genommen:

8 = 4 + X
X = ?

Und die haben das nicht geschnallt! Cherilyn meinte dann, dass mit den Neutronen wuerde sie schnallen, aber mein Exempel nicht. OO?! Ich bin da echt fast verzweifelt. Irgendwann konnte Linda es dann, ich weiss nicht wieso, aber irgendwann hatte sie es verstanden.
Cherilyn ist huebsch und meistens auch sehr nett, aber das sind einfach Eigenschaften, die nicht zählen!
Ich will lieber wen haben, der nicht so toll aussieht, aber dafuer intelligent ist. Nicht Einstein, aber so, dass man sich vernuenftig miteinander unterhalten kann. Ueber Sachen, die wichtig sind im Leben. Aber so jemanden scheint es hier nicht zu geben. Alle sind darauf aus, möglichst toll auszusehen und möglichst viel Spass zu haben, aber sie verstehen die leichtesten Zusammenhänge nicht.
Cherilyn meinte, sie wuerde keine Oberflächlichkeit mögen, dabei ist sie selbst so oberflächlich. Nicht auf eine sehr offensichtliche Weise, eher versteckt, aber umso verletzender, wenn man sie erst entdeckt hat.

3 rum, 7 bleiben. Ich will nicht nach Hause, auch wenn mir viele Sachen fehlen. Ich will das hier durchziehen und von jemandem behaupten können, dass er mich wirklich vermissen wird, wenn ich gehe. Ich will Leuten sagen können, dass es schön war, aber nicht, um zu beeindrucken, sondern weil es wahr ist.

Seltsam, neulich ist mir eingefallen, dass mir schon am zweiten Tag, an dem ich hier war, wie so ein Gedankenblitz, klar wurde, dass ich hier keine Freunde haben werde.
8.11.06 13:17


Dröm igen

Hat nicht jeder von klein auf irgendeinen Traum? Feuerwehrmann werden oder Astronaut, Prinzessin, reich, beruehmt und wunderschön?
Am Ende entscheidet man sich sowieso fuer etwas anderes und fragt sich dann wahrscheinlich den Rest seines Lebens, warum man seinen Kindheitstraum nicht erfuellt hat.
Aber ist es nicht ein Spiel mit dem Feuer - diese Sache mit den Lebensträumen?
Wolfgang hat mich heute auf die Idee gebracht, als ich gefragt habe, ob er schon immer bei SAP arbeiten wollte. Er meinte, dass das mit den Träumen eine heikle Sache sei, denn wenn man beispielsweise 14 Jahre darauf hingearbeitet hat, Astronaut zu werden und dann war man im All und kommt zurueck zur Erde - was ist dann?
Man hat seinen Lebenstraum gelebt, man hat getan, was man immer wollte, aber was kommt danach? Er meinte, dass viele dann sehr verwirrt sind und das kann ich mir gut vorstellen. Kommt einem das Leben dann vielleicht sinnlos vor? Verwirkt?
Er sagte, es sei doch besser, jeden Tag fuer sich zu leben und zu geniessen, anstatt zu hoffen, dass der nächste besser wird.
Mir ist vorher nie aufgefallen, welch eine philosophische Ader Wolfgang hat, allerdings ist das auch kein grosses Wunder, wenn man bedenkt, was fuer abgedrehte Sachen er meist von sich gibt. XD
Aber er hat einfach so recht mit dem, was er heute gesagt hat.
Viele haben mir immer gesagt, dass ich meine Ziele zu hoch stecke und sie schlichtweg irreal sind. Einen Literaturnobelpreis kriegen. Wie wahrscheinlich ist es, dass ich das jemals schaffen werde?
Aber verdammt, das ist ein Traum, Statistik spielt hier keine Rolle, es geht einfach darum, sich ein Ziel zu setzen und jeden kleinen Fortschritt zu geniessen. Ich werde wohl niemals einen Nobelpreis bekommen, doch selbst wenn, hätte ich noch viele viele andere Träume zu verwirklichen...
Grosse und kleine, das ist wichtig, denn so anspornend es ist, sich hohe Ziele zu setzen, so darf man auch nicht die Erfuellung versäumen, die man erlebt, wenn man eines erreicht, mag es noch so klein sein.
Es ist wichtig, dass man weiss, wofuer man kämpft und lebt, aber es ist auch wichtig, dass man es geniesst, jede Sekunde, jeden Herzschlag, jeden Moment.
Ich lebe mein Leben zu Gottes Ehre, aber wuerde Er nicht auch wollen, dass das Wunder, das er schuf (sprich: der Mensch) seine gefristete Zeit auf seiner Erde so verbringt, wie es ihm fuer das Beste erscheint? Hat er uns nicht dafuer den freien Willen gegeben, die Kraft zu denken... zu träumen...? Aus diesem Eintrag sollte keine Religionsfrage werden, ich wollte einfach nur loswerden... ja, was eigentlich? Ich weiss es auch nicht mehr so genau, gerade.
Ein Sprichwort, ein Zitat und einen Gruss möchte ich noch loswerden;

Ideale sind wie Sterne,
man kann sie nicht erreichen,
aber man kann sich an ihnen
orientieren.


Unsere Träume können wir erst dann verwirklichen,
wenn wir uns entschliessen, einmal daraus erwachen.

-Josephine Baker-

Tack för idag, Louisa, jag hade det jättekul och jag hoppas du med, fast du inte ville sova över. Det var synd, tycker jag, men kanske nån annan dag. När vi är båda i Tyskland igen måste vi äter Mini Milk tillsammans! Det får du faktiskt låva mig!
30.10.06 21:38


I'm free to know that someday I will smile again

Langes Wochenende und viel zu erzählen, wo fang ich bloss an? Am besten beim P!NK-Konzert gestern, det blir nog bra. Es war echt so hammer, das hatte ich wirklich nicht erwartet; alle sind voll abgegangen und Pink hat so toll gesungen und bei "What's up?" von den "4 none blonds" haben alle den Refrain mit gesungen und ja... Ist voll die Akrobatik Show gewesen, echt unglaublich, wie sich manche Leute bewegen können - und dabei singen! oO
Ich fand Pink immer ganz gut aber ich war nie richtig Fan. Aber die Frau hat es einfach drauf. Die kann abgehen und schreien und alle mitreissen bei sowas wie "I'm coming up" und dann kann sie wiederum so sanft und einfuehlsam singen, dass einem bei "Dear Mr President" fast die Tränen kommen. Ich wuenschte, ich hätte mir auch ein T-Shirt gekauft, aber ja... Es war auf jeden Fall ein Erlebnis, das mir in bleibender Erinnerung bleiben wird.
Die Fahrt nach Stockhom war irgendwie auch total inspirierend. Ich weiss nicht warum, vllt weil ich gerad in so einer ganz undefinierbaren Stimmung gesteckt habe oder weil es draussen schon um kurz nach sechs stockduster war. Aber ganz pötzlich ist mir ein Licht aufgegangen.

Manchmal muss man einfach ungluecklich sein, damit man Freude wieder zu schätzen weiss.

Es ist mir einfach wie Schuppen von den Augen gefallen, als mir klar wurde, dass mir nie bewusst war, was fuer ein schönes Gefuehl ist, seine rechte Schulter bewegen zu können ohne vor schmerz su schreien (Hatte da gestern und heute auch noch ein bisschen Schmerzen, weiss auch nicht, was ich da gemacht habe).
Es ist so seltsam, dass einem immer erst auffällt, wie toll etwas ist, wenn man es nicht mehr hat.
Deshalb bitte Leute, glaubt an meine Worte: Seid fuer eure Freunde da, wenn sie euch brauchen, redet ueber alles und verzeiht, auch wenn es jemand vllt nicht verdient. Man kann streiten, das ist nur gut, aber man muss sich auch wieder zusammenraufen können. Man merkt erst, wie wichtig Freunde sind, wenn man keine mehr hat. Und Einsamkeit ist eins der schrecklichsten Gefuehle, die ich jemals erfahren musste.

Heute war auch ein schöner Tag, mit unserer Schmuckparty und allem. Leider ist ja keiner von "meinen Leuten" gekommen, aber ich hatte trotzdem Spass und hab mir super schöne Sachen gekauft. Siebenunddreissig (ungewohnt eine Zahl geschrieben zu sehen, was?) Euro oder so ausgegeben, aber das hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Zu Weihnachten bekomm ich dann diese unwahrscheinlich schöne Kette - hoffe ich zumindest.
Ach und Freitag hab ich echt die suesseste Post der Welt bekommen: Ein Paket von meiner Mama, mit 2 Buecher, einem Paar handgestrickter Socken von meiner Oma, meinem Klavierheft, meiner neuen Sparkassen-Karte, Schokoriegeln in einer Plastiktuete und einem Brief. Hab natuerlich direkt angerufen und mich bedankt. Da musste ich dann aber erstmal fragen, ob es nicht einfacher gewesen wäre, die Kinderriegel einfach in ihrer eigenen Verpackung zu lassen, anstatt alle einzeln auszupacken und in eine neue Tuete zu tun. Und was ist die Antwort?
Mama hat vor ein paar Jahren mal in einem Pippi Langstrumpf Buch gelesen, dass man in Schweden nur Samstags Godis essen darf und sie wollte, dass ich essen kann, wann ich will, ohne dass man mich wegen des weggeworfenen Suessigkeiten Papier entdeckt! Wenn das nicht das niedlichste ist, was man je gehört hat!! Du bist echt so gullig, Mama!

Es ist beunruhigend, wie schnell und intensiv man sich verändert. Hoffe echt, dass ich, wenn ich zurueckkomme, zumindest in manchen Punkten wieder so wie frueher werde. In Schweden ist es nämlich ueblich, dass man "ich und du" sagt. Falls ich dieses stilistische Verbrechen allerdings einmal begeheh sollte, dann schlagt mich bitte.
Und es ist ja sehr schön, dass ich hier ordentlicher werde, aber so langsam geht es zu weit. Gestern bekam ich ein neues Badezimmerspray mit Zitrusduft und was war mein erster Gedanke? "Aha, Badezimmerspray. Waaaaaaaaaahnsinn...*schnarch*"? Nein, es wahr ohne Verarsche: "Oh COOL, das muss ich gleich mal ausprobieren!!!" oO

P.S. Schaut auf meinen Fotolog, wenn ihr mich mit pinken Haaren sehen wollt. Dahin kommen auch bald die Konzertfotos.
Direktlink unter "Träume anderer"
29.10.06 18:51


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